| Unfallbericht:
Am 13.08.2004 geriet das Auto, in dem Stefan Beifahrer
war, nach mehreren Überholmanövern auf regennasser Fahrbahn
ins schleudern, drehte sich um fast 90 Grad, rutschte quer über die
Fahrbahn und prallte mit einer nicht mehr feststellbaren Geschwindigkeit
mit der linken Fahrzeugseite gegen einen Baum. Durch die Wucht des Aufpralls
wurde das Fahrzeug auseinander gerissen. Das Vorderteil blieb am Baum
stehen, der Heckbereich wurde auf ein Feld geschleudert und fing Feuer.
Es ist davon auszugehen, dass der Fahrzeugführer
als Fahranfänger im übermotorisierten PKW seiner Eltern seine
fahrerischen Fähigkeiten und die Verkehrssituation völlig überschätzt
hat. Stefan und der 18 jährige Fahrer Marcel waren sofort tot. Der
17 jährige Benjamin verstarb noch an der Unfallstelle, die 15 jährige
Stefanie fünf Tage später aufgrund ihrer schweren Verletzungen
in einer Klinik. Unser Sohn Thomas, damals 16 Jahre alt, wurde mit lebensgefährlichen
Verletzungen mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik nach Bielefeld
verbracht. Er hatte einen guten Schutzengel und überlebte als einziger
diesen Unfall. Nach 14 Tagen konnte er nach überstandenem Koma und
Beatmung von der Intensivstation verlegt werden.
Weiteres zum Unfall und Stefans Leben kann auf seiner
Gedenkseite nachgelesen werden.
Stefans Leben fand ein unerwartet schnelles Ende.
Doch die Spuren seines Lebens, in Gedanken, Bildern, Augenblicken, werden
uns immer an ihn erinnern. Er wird immer in unserer Mitte bleiben.
Das Straßenkreuz soll an die durch
den Verkehrsunfall vom 13.08.2004 verunglückten Jugendlichen
Stefan (19 Jahre),
Marcel (18 Jahre),
Benjamin (17 Jahre) und
Stefanie (15 Jahre)
erinnern.
Es ist zu ihrem Gedenken aufgestellt worden.
Als langjähriger Autofahrer hab' ich schon so viele Kreuze und Blumen
am Straßenrand gesehen.
Trotz allem stell ich mir immer noch die Fragen:
Wann hat diese sinnlose Raserei endlich ein Ende?
Wie viele müssen denn noch sterben?
Der Tod kommt schnell und ohne Vorwarnung.
Den Sohn oder Freund, den man verlor, fehlt ein Leben lang.
Jung sein, voller Tatendrang und Übermut Pläne schmieden, stolz
auf den Führerschein und das erste Auto sein, und dann?
Dann passiert es - täglich, stündlich - : Unfall, Verletzung,
Tod.
Wie furchtbar, werden viele sagen. Aber das reicht
nicht!
Möge der Unfalltod unseres Sohnes Stefan und all´ der anderen
Jugendlichen auf den Straßen eindringliche Mahnung sein für
alle, die sich täglich sorglos in ihr Auto setzen in dem Wahn, es
würde immer nur den anderen etwas geschehen.
Es sind aber nicht immer nur die anderen!
Mit 19 Jahren - wie bei Stefan - darf es noch nicht vorbei sein!
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