„Der Aufprall“
– Reflexion zu „Straßenkreuze“
Die Ausstellung „Straßenkreuze“ inspirierte die Schüler
der Klasse 12 Des Gymnasiums Querfurt zu Mischgrafiken mit dem zentralen
Thema „Der Aufprall“. Dabei steht keine rationale Dokumentation
im Vordergrund, sondern eine emotionale Verarbeitung von Erlebtem, Gehörtem
oder Vorgestelltem. Fahrzeuge werden dargestellt, die der zerstörerischen
Kraft unausweichlich ausgesetzt sind. Brutale Deformierungen Bedrohung
und Zerstörung von Leben sind die Folgen. Der Mensch wird hier vom
Beherrscher zum passiven Spielball der Technik. Wie schon angedeutet ist
es Intention der Grafik, die Kraft, die Gewalt die Zerstörung zu
visualisieren.
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Da
der Aufprall aber ein Prozess – ein Bewegungsvorgang – ist,
zeigt sich hier als besondere Schwierigkeit, die Dynamik während
des dramatischen Moments einzufangen. Dynamische Kompositionen, kontrastreiche
Farben, Farbsymboliken und der ausdrucksstarke, bewegte Einsatz der Linie
sollen den Aufprall darstellen. Gesteigert wird die Zerstörung durch
das Einarbeiten plastischer Elemente, wie Gipsbinden und verschiedenem
Papier.
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Die
Schüler kombinieren verschiedene grafische Materialien, z.B. Kohle,
Tusche, Kreiden, Graphit, Buntstifte, Spray, Wasserfarben und Techniken,
z.B. Lasieren, Lavieren, Verpusten, Verwischen, Schablonentechniken, Collagieren
u.a., um eine Vielfalt an Grafiken zu gestalten, die sich des Blickes
des Betrachters nicht entziehen können, die sich ihren Emotionen
nicht entziehen dürfen.
Inge Hüneburg
Kunsterziehungslehrerin
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