| Wir
bekamen - Rahmen an unserer Schule - die Aufgabe gestellt, ein Plakat
zum Thema "Verkehr und Umwelt" zu entwerfen.
Nachdem wir mehrere Enwürfe
gezeichnet und zerknüllt hatten, fiel mir ein, dass es eine Ausstellung
der Polizei gab - "Straßenkreuze - Unorte des Sterbens".
Ich erinnerte mich an Plakate mit Sätzen wie "Sterben Sie! Andere
kümmern sich um den Rest" und daher entschieden wir uns für
die Erarbeitung des Kreuzplakates.
Wir standen vor einigen
Problemen:
Welche Farben sollte die Thematik
des Posters signalisieren?
Wo sollten wir Straßenkreuze finden und benötigen wir eine
Fotogenehmigung?
Welchen Spruch sollten wir wählen?
Zunächst einmal suchten wir
die Polizeidirektion Merseburg auf, in der Hoffnung, Standorte von solchen
Kreuzen in Erfahrungen bringen zu können. Wir wurden zu Herrn Müller
durchgestellt, der uns allerhand berichtete, Informationsmaterialien lieferte
und positiv auf unser Vorhaben reagierte.
Wir fuhren viele Bundes- und Landstraßen
im Umkreis ab und kamen - tragischer weise! - auf sechzehn Kreuze. Nachdem
wir nun alle Materialien (Bilder, Fotokarton, etc.) zusammen hatten, begannen
wir unsere grobe Form zu legen.
Fotos anlegen, ändern, dazulegen,
wegnehmen, ...
Nebenher arbeiteten wir noch an
dieser Belegarbeit. Besuchten die Mitteldeutsche Zeitung und die BILD
in Halle, suchten die Ausstellung "Straßenkreuze - Unorte des
Sterbens auf", fotografierten Unfall wagen, etc.
Des weiteren nahm dieses Projekt
größere Ausmaße an: wir unterrichteten dem "offenen
Kanal Merseburg" von unserem Vorhaben und erkundigten uns, ob wir
die Recherchearbeit auf Video dokumentieren könnten. Sie leiteten
uns an die Landesmedienanstalt Sachsen - Anhalt weiter, da keiner von
uns Auskunft über eventuelle Drehgenehmigung geben konnte. Auch hier
stießen wir wieder auf positive Resonanz und man bat uns, eine Kopie
der Aufnahmen zu zusenden.
Aber trotz des ganzem Umfangs der
Arbeit ist uns lediglich wichtig, dass auch andere Menschen nachdenken
und sich endlich bewusst werden, dass wir nur ein Leben haben.
Nehmt es nicht als selbstverständlich... |