Eine weitere Ursache für tödliche Verkehrsunfälle stellt der Sekundenschlaf dar.
Hierbei handelt es sich um ein kurzzeitiges, vom Betroffenen oft nicht bemerktes Aussetzen der Wahrnehmung, wobei diese meist nur für Sekundenbruchteile eintritt.

Folgende Faktoren fördern den Sekundenschlaf und sollten daher möglichst vermieden werden:

Übermäßige Stressbelastung des Fahrers,
Schlafmangel,
sich kaum ändernde Fahrbedingungen (z.B. Autobahnfahrt) oft über mehrere Stunden,
oft kein Gesprächspartner, dem der Fahrer zusätzliche Aufmerksamkeit schenken muss,
meist dauerhaft leise und ruhige oder keine Musik während der Fahrt, wodurch der Fahrer in eine Entspannung fällt.

So sollte man darauf achten, dass der Fahrer

die Fahrt möglichst stressfrei beginnt,
für die Fahrt ausgeschlafen genug ist,
eine Fahrtroute wählt, die – zumindest abschnittsweise – eine erhöhte Aufmerksamkeit vom Fahrer erfordert,
bei bemerkter Müdigkeit eine entsprechende Pause einlegt, um kurz zu schlafen oder den Kreislauf durch frische Luft wieder in Bewegung zu bringen,
mindestens eine weitere Person bei längeren Fahrten als Begleiter mitnimmt(als Ersatzfahrer oder zumindest als Gesprächspartner),
während der Fahrt den Radiosender wechselt, um eine variable akustische Wahrnehmung zu gewährleisten.

Ebenso besteht auch die Möglichkeit seitens der Autohersteller Prävention insofern zu betreiben, dass sie ihre Fahrzeuge mit entsprechenden Warnsystemen ausstatten. So hat ein namenhafter französischer Automobilhersteller im Jahr 2004 ein Sicherheitssystem auf den Markt gebracht, dass dem Fahrer beim Verlassen der markierten Fahrspur eine warnende Rückmeldung gibt.

So lassen sich Bedingungen für den Sekundenschlaf direkt durch den Fahrer und indirekt durch den Fahrzeugbauer vermeiden und somit die Zahl der Verkehrstoten durch Sekundenschlaf massiv senken.

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