Als wir das Polizeipräsidium
Merseburg aufgesucht haben, erläuterte uns Herr Müller die Funktionsweise
des Reaktionstesters.
Dieser befindet sich in einem Koffer
und stellt verschiedene Bedingungen die im Straßenverkehr wichtig
sind, nach. Man kann zum Beispiel drei unterschiedliche Witterungsverhältnisse
einstellen: vereiste Straße, nasse Straße und trockene Straße.
Ebenfalls einstellbar ist die Geschwindigkeit, die bei 80 km/h beginnt
und stufenweise höher gestellt werden kann.
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Man hat zu seinen
Füßen, wie auch im Kraftfahrzeug, zwei Pedalen – Gas
und Bremse – die nur mit dem rechten Fuß bedient werden. Der
Reaktionstester gibt per Zufallsprinzip ein Signal – akustisch und
auch visuell. Sobald dieses Zeichen kommt, beginnt der Tester zu zählen:
Bremsansprechzeit
Bremsschwellzeit
Reaktionszeit
Reaktionsweg
Bremsweg
Anhalteweg
Diese Angabe werden auf das Zehntel
genau berechnet.
Des Weiteren zeigt er an:
Fahrgeschwindigkeit
Fahrbahnzustand
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Wir haben diesen
Test ebenfalls gemacht, und es ist Wahnsinn, wie unterschiedlich die Ergebnisse
ausfallen. Wir haben eine generelle Geschwindigkeit von 130 km/h festgelegt
und die drei Witterungsverhältnisse durchprobiert. Es ist wirklich
erstaunlich, dass – trotz der fast gleichen Reaktionszeit –
so unterschiedliche Brems- und Anhaltewege zustande gekommen sind. Der
Unterschied des Anhalteweges zwischen einer trockenen und einer vereisten
Straße beträgt alleine 172,3 m – wobei sich die Reaktionszeit
hier nur um 0,044s unterscheidet! Ein Kind, das dem Fahrer - der im Besitz
der Fahrerlaubnis seit 1999 ist – ins Auto gelaufen wäre, würden
diese 0,044 Sekunden womöglich das Leben kosten…
Jeder, der diesen Reaktionstest
gemacht hat, erhält am Ende ein Testergebnis.
In unserem Falle erhielt der Fahrer eine Bewertung von „ausreichend“
auf nasser bis „bedenklich“ auf vereister Straße…
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