Wildunfälle
stehen in enger Beziehung zu den Besonderheiten des
„Fahren bei Nacht und in der Dämmerung“
* Nur etwa 20% aller Wildunfälle ereignen sich
bei Tageslicht.
* Das Unfallrisiko erhöht sich in der Nacht, insbesondere in Waldgebieten,
um ein
Vielfaches.
* Aufs Jahr bezogen, finden die meisten Unfälle im April-Mai und
September-Oktober statt,
auf die Tageszeit bezogen, zwischen 5 bis 8 Uhr morgens und 17 bis 22
Uhr abends.
Besonderheiten:
* In der Nacht wird nur noch ein Bruchteil von dem gesehen, was
am Tag registriert wird.
* Zunehmende Einschränkung des peripheren Sehens.
* Geringere Wahrnehmung durch Blendeffekte, verschmutzte Scheiben und
andere Faktoren.
* Hinzu kommen ungünstige witterungsbedingungen wie Nebel oder Regen.
Wildverhalten
Rehwild verhält sich
an der Straße unberechenbar – manchmal flüchtet es mitten
auf der Straße zurück, oder es prellt urplötzlich vom
Straßenrand vor.
Rotwild flüchtet
„überlegter“, es will viel Raum zwischen sich und den
„Feind“ bringen.
Damwild steht bei seinem
Fluchtverhalten zwischen Reh- und Rotwild. Es kann ausgezeichnet Bewegungen
sehen, schätzt aber Entfernungen schlecht ein und versucht Objekte
zu „identifizieren“, deswegen bleibt es häufig auf Straßen
stehen.
Schwarzwild ist sehr vorsichtig
und verlässt meistens rechtzeitig den Straßenbereich, daher
ist es selten in Unfälle verwickelt. Aber Vorsicht – immer
mit einer Rotte rechnen.
Wussten Sie, dass… bei einem
Unfall mit 50 km/h das Aufprallgewicht eines Körpers dem 25fachen
Eigengewicht entspricht, bei 70 km/h sogar dem 50fachen?
Wenn Sie also mit 50 km/h auf einen 17 Kilo schweren
Rehbock auffahren, prallt dieser schon mit 425 kg auf Ihr Fahrzeug,
bei 70 km/h sind es schon 850 kg.
Wenn Sie allerdings einen 80 Kilo-Keiler mit 50
km/h treffen, wird er so schwer wie ein Nashorn (2000 kg) und bei Tempo
70 wie zwei Nashörner.
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